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Der Notfallcode

Wie du eine Sperre vorzeitig beendest — und was dabei mit deinem Code und deiner Adresse geschieht.

Wie du wieder herauskommst

Du forderst den Notfallcode an. Kaze schickt dir eine Mail an die Adresse, die du hinterlegt hast. Du gibst den Code aus dieser Mail ein, und die Sperre ist zu Ende.

Ist der Strikte Modus eingeschaltet, kommt die Mail trotzdem sofort — aber der Code darin wirkt erst zehn Minuten nach der Anforderung. Gibst du ihn früher ein, sagt dir die App, ab wann er wirkt. Die zehn Minuten laufen auf der Uhr weiter, auch wenn du Kaze in der Zwischenzeit beendest. Die Wartezeit ist der Sinn dieses Modus: sie steht zwischen dem Impuls und dem Ausweg.

Wo der Code entsteht und wo er liegt

Der Code entsteht auf deinem Telefon. Auf dem Gerät bleibt davon nur ein unlesbarer Fingerabdruck zurück — genug, um deine Eingabe zu prüfen, zu wenig, um den Code daraus zurückzugewinnen.

Lesbar existiert er an genau einer Stelle: in dem Postfach, an das Kaze den Code schickt. Das ist keine Schwäche, sondern der Bauplan — der Umweg über die Mail ist die Reibung, um die es bei Kaze geht. Es heißt aber auch: die Mail liegt dort, bis du sie löschst.

Was der Code kann und was nicht

Er beendet eine Sperre — die, für die du ihn angefordert hast, nicht alle.

Er läuft nicht ab. Ein Code, den du vor Stunden angefordert hast, gilt weiter.

Forderst du einen neuen an, löst er den vorigen ab. Wirkte der vorige schon, gilt er weiter, bis der neue wirkt — so gibt es keinen Moment, in dem keiner öffnet. Danach öffnet nur noch der Code aus der neuesten Mail. Welcher gerade gilt, sagt dir der Code-Bildschirm.

Was wir sehen — und was nicht

Wir erfahren, dass der Mailserver deine Nachricht angenommen hat. Wir erfahren nicht, dass sie bei dir angekommen ist. Niemand bei Kaze sieht deinen Code — er entsteht auf deinem Gerät und geht direkt an dich.

Deshalb sagt die App „unterwegs“ und nicht „zugestellt“. Sie behauptet nichts, was sie nicht wissen kann.

Was mit deiner Adresse passiert

Deine Adresse wird verarbeitet, um die Mail zu verschicken. Kaze selbst bewahrt sie nicht auf — kommt eine Mail nicht an, bleibt bei uns nur eine Zahl pro Tag zurück: wie viele nicht zustellbar waren. Keine Adresse, kein Inhalt. Verschickt wird über einen Mailanbieter, und der führt über den Versand ein eigenes Protokoll, in dem die Empfängeradresse steht — so funktioniert Mailversand, bei jedem Anbieter. Wie lange er es aufbewahrt, klären wir gerade und schreiben es hier hin, sobald wir es wissen.

Wenn nichts ankommt

Die Mail müsste da sein — sonst schau im Spam-Ordner oder schick den Code an eine andere Adresse; die Sperre läuft unverändert weiter.

Das Senden an eine andere Adresse geht direkt auf dem Code-Bildschirm. Deine hinterlegte Adresse bleibt dabei unverändert, solange du sie nicht selbst änderst.

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